Mittwoch, 20. Oktober 2010

Tote Powerbook G4

Wenn ein 15" oder 17" Alu-Powerbook nicht startet, gibt es ein paar einfache Dinge, die man checken kann:


Wenn das Powerbook GANZ TOT ist und gar keinen Mucks mehr macht, kriegt es keinen Strom. Sie sollten dann ...

- entweder ein anderes Netzteil nehmen (das MUSS 65 Watt haben, da steht dann auch "65W" in einem kleinen, grauen Kasten drauf. Steht das da nicht oder ist das eines von Macally, hat's nur 45-50 Watt und ist überfordert, kann sogar Feuer fangen. 45 Watt reicht nur für iBooks, 12" Modelle und alte Titaniums bis 800 MHz).

- oder es liegt an der Soundcard mit dem Stromeingang (und ganz, ganz selten auch am Logicboard, aber das ist so selten, dass ich davon erstmal nicht ausgehe).



Wenn das Powerbook noch Geräusche macht, aber nicht startet, stöpseln Sie der Reihe nach Folgendes ab (wie das geht, erkläre ich ja in meiner Anleitung)

1) erst das eine, dann das andere RAM (und dann auch mal spaßeshalber BEIDE RAM-Bausteine ... wenn beide fehlen, müsste der das eigentlich ganz zu Beginn beim Selbsttest merken und dann piepsen. Tut's das nicht, ist das kein gutes Zeichen, weil´s noch nicht mal über den simpelsten Starttest hinauskommt). Oft ist einer der beiden RAM-Slots kaputt und dann geht das nur noch mit einem RAM-Baustein.

2) die Airport-Karte - die ist bei älteren 15" Modellen sehr leicht über ein Türchen im Batteriefach erreichbar. Bei neueren Modellen muss erst das Obrteil ab, damit Sie da rankommen.

3) das Oberteil mit der Tastatur. Sie können das Powerbook dann noch starten, indem Sie zwei Kontakte auf dem Logicboard "kurzschließen". Das zeige ich auch in meiner Anleitung:



4) die Festplatte und das DVD-Laufwerk

"lebensnotwendig" ist nur die Platine mit dem Stromeingang, das Logicboard, 1x RAM und das Display (damit Sie sehen, ob was passiert).

Geht das Powerbook danach immer noch nicht an, liegt es entweder am Stromeingang oder am Logicboard. Melden Sie sich dann bei mir wegen einem Ersatzteil.

Samstag, 24. Juli 2010

Old School: OS 9 Bomben

Am häufigsten sieht man in OS 9 den Fehler 2, 3 und 10. Das passiert manchmal jeden Tag und die Standardroutine zum Beheben des Fehlers ist folgende:


1) beim Starten Apfel-Alt-P-R gedrückt halten, bis ein 2. Startgong kommt
2) nach dem Starten Apfel-Alt weiter gedrückt halten, bis der Finder startet. Er fragt dann, ob er die Schreibtischdatei neu anlegen soll. Ja, soll er.
3) Anschließend im Systemordner unter Preferences die "System Voreinstellungen" und die "Finder Preferences" löschen und einen Neustart machen (die Preferences werden automatisch neu angelegt).

Wenn irgendwelche anderen Fehler auftreten, ist Black & Bleu ein phantastisches Programm, das sämtliche Fehler kennt. Es sagt außerdem (auf Englisch), wodurch ein Fehler entstanden ist und wie man ihn am besten behebt. Leider gibt's die Herstellerfirma nicht mehr ... bei Fragen dazu bitte einfach mailen.

Dienstag, 13. Juli 2010

Macbook Firmware Updates

Firmware-Updates verbessern die Zuverlässigkeit der Macbooks, verhindern dumme Sachen wie "plötzliches Ausgehen" und steigern die Performance des Superdrives. Allerdings sind die gar nicht so einfach zu finden, darum hier mal eine Liste.


Zur Installation

Sie sollte a) im Dienstprogramm "System Profiler" gucken, welche Boot-ROM/Firmware-Version Sie bereits haben und dann b) von oben nach unten die neuere Firmware downloaden und installieren. Wenn die Firmware für Ihr Macbook nicht geeignet ist, verweigert die Software die Installation. Sie können also nichts falsch machen.

Eines ist jedoch wichtig: nachdem Sie den Updater laufen ließen, schaltet sich das Macbook aus. Sie müssen dann beim Einschalten den An-Knopf gedrückt halten, bis das Lämpchen vorne flackert und ein langer Tuuut-Ton kommt. Danach beim grauen Screen mit dem Fortschrittsbalken keinesfalls abbrechen (darum sollten Sie bei sowas auch immer ein Netzteil angeschlossen haben)!


EFI Firmware Update

Sorgt für ein stabileres Laufen des Macbooks, verbessert die Kompabilität mit Bootcamp, verhindert Probleme beim Aufwachen.

Version Model Firmware Mac OS X benötigt
1.4 Macbook Unibody MB51.007D.003
MB52.0088.005
10.5.7
1.3 Macbook Unibody (Late 2008) MB51.0073.B06 10.5.5
1.2 Macbook MB31.008E.B02 10.5.2
1.1 Macbook (nur Core2Duo?) MB21.00A5.B07 10.4.10
1.0 Macbook MB11.0061.B03 10.4.6


SMC Firmware Update

Verhindert z.B. plötzliches ausgehen.

Version Model Firmware Mac OS X benötigt
1.3 Macbook 1.38f5
10.5.6
1.2 Macbook Unibody (Late 2008) 1.32f8 10.5.5
1.1 Macbook 1.4f12 10.4.7


Batterie / Trackpad / Keyboard

Verlängert die Arbeitsdauer von Akkus, verbessert die Zuverlässigkeit von Trackpad- und Tastenklicks.

Version Model Mac OS X benötigt
Batterie 1.4 Alle Macbook 10.4.11 / 10.5.6
Trackpad Macbook Unibody (Late 2008) 10.5.5
Keyboard Alle Macbook 10.5.8


Software Firmware Updates

Verbessert das Arbeiten mit externen Monitoren, das Ansprechen der Tastatur oder ermöglicht "Journaled Disks"

Version Model Mac OS X benötigt
1.2 Macbook Unibody (Late 2008) 10.5.5
1.1 Macbook (nur Core2Duo?) 10.5.1
1.0 Macbook Santa Rosa / Penryn 10.4.9


Superdrive Firmware Update

Verhindert komische Geräusche beim Aufwachen des Macbooks. Ältere Superdrive-Updates waren nur für Powerbooks, das hier ist die einzige für Macbooks:

Version Model Mac OS X benötigt
3.0 Macbook Unibody 10.5.7

Dienstag, 29. Juni 2010

So leben Akkus länger

Ich werde ganz, ganz oft gefragt, was man bei einem neuen Akku für ein langes Leben beachten muss. Hier die einfachen Antworten:

1) Das erste Mal den neuen Akku 12 Stunden laden, also am besten über Nacht drinne lassen. Häufig wird der Akku noch lange nach Erreichen der 100% im Finder weiter geladen. Das sieht man bei neueren Macs an dem orangen Lämpchen am Netzteil. Die Lithium-Ionen Akkus kennen zwar keinen "Memory-Effekt" mehr wie früher Blei-Cadmium-Akkus, aber beim ersten Mal sollte man ihnen schon nochmal sagen, wo das Maximum ist.

2) Es kann sein, dass beim ersten 5x Aufladen die Prozentanzeige nicht richtig stimmt. Das ist normal und geht von alleine weg. Wenn nicht, tauschen Sie den Akku um.

3) Akkus gehen innerhalb von wenigen Wochen kaputt, wenn man sie tiefentladen in einer Schublade lässt. Sie sollten darum den Akku mindestens 1x im Monat aufladen.

4) Akkus halten ca. 600x Aufladen aus. Das wird im Dienstprogramm "System Profiler" als "Ladezyklen" angezeigt. Damit nicht schon ein Ladezyklus draufgeht, wenn Sie nur mal von Arbeits- ins Wohnzimmer laufen, hat Apple einen Schutz eingebaut: der Akku wird nicht geladen, solange er noch mindestens 95% voll ist.

5) Aus diesem Grund macht es für den Akku auch keinen Unterschied, ob Sie den drin haben, wenn Sie immer nur am Schreibtisch sitzen. Sie werden sich lediglich totärgern, wenn Sie den Akku schonen wollten und dann a) 2 Stunden Arbeit weg sind, weil jemand über Netzkabel gestolpert ist. Und b) der Akku in 'ner Schublade vergessen geht und dann 3) eintritt.

Wie lange ein Akku hält, ist letzten Endes eine Frage der persönlichen Einstellung: wenn ich freiberuflich in 'ner Agentur arbeite, ständig hin- und herreise und den Akku 4x am Tag auflade, ist er mitunter schon nach anderthalb Jahren am Ende: live fast, die young. Das ist OK, wenn ich mir eingestehe "ich will lieber jetzt Bequemlichkeit und nach 18 Monaten einen neuen Akku"

Sonntag, 27. Juni 2010

Röntgenbilder vom iPad

Ich war letzten Montag beim Röntgenarzt - nicht, weil es mir schlecht ginge, sondern weil ich in der Apfelklinik "zur Deko" Röntgenbilder aufhängen möchte von verschiedenen Macs. Dazu habe ich mir sogar extra einen gebrauchten Röntgenbildbetrachter besorgt ;)

Das Ergebnis gibt's auf meiner Homepage in vielen verschiedenen Formaten als Desktop:

iPad Wifi 16GB (April 2010)


Powerbook G3 Lombard (1999)


Macbook 13" 2,4 GHz schwarz (early 2008)


Macbook 13" Unibody (late 2008)

Montag, 31. Mai 2010

Zugriffsrechte in Mac OS X

In den Zugriffsrechten ist festgelegt, wer was an dem Rechner darf. Manchmal kommen die durcheinander und dann darf das System oder Safari auf einmal nicht mehr auf irgendwelche Funktionen zurückgreifen, die es eigentlich dringend zum Arbeiten bräuchte. Ich repariere die Zugriffsrechte darum immer, wenn irgendwas passiert, was ich überhaupt gar nicht kapiere. Wenn z.B. ein Menü in einem Programm verschwindet oder wenn ein Drucker nicht mehr geht, der vor 2 Stunden noch perfekt ging.

Öffnen Sie unter Programe/Dienstprogramme das Festplatten-Dienstprogramm, klicken Sie links oben auf Ihr Startlaufwerk und dann links unten auf "Zugriffsrechte reparieren".

Wenn er dann die Zugriffsrechte repariert, listet er alles auf, wo etwas in Ordnung gebracht wurde. Fast immer ist das irgendwas mit Flash/Shockwave dabei. Andere Dinge erkennen Sie ebenfalls am Name, z.B. "LoginWindow" oder "DiskManagement" oder "Safari". Wenn Sie vorher schon einen Verdacht hatten und dann wird da in der Art etwas aufgelistet, ist das ein gutes Zeichen.

Manche Nachrichten können übrigens getrost ignoriert werden, die tauchen immer wieder auf.


Zugriffsrechte reparieren unter OS X 10.6

Freitag, 7. Mai 2010

iPad - Apps aus dem US-Store

Haha, heute hat die BILD-Zeitung über meine iPad Auseinanderbau-Aktion berichtet. Nicht ganz zutreffend, denn ich bin weder "verrückt", noch mach' ich das "aus Neugier" oder als "Hobby". Aber mit sowas muss man wahrscheinlich rechnen, wenn man sich mit denen einlässt.

Aber eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben ... Wie kriege ich Apps aus dem US-iTunes Store?


Keynote, Pages, Kindle … muss man haben!

In den USA gibt es bereits seit dem 3.4. im iTunes-Store Keynote, Pages und Numbers für den iPad, außerdem z.B. "Omni Graffle" und naja, überhaupt mal einen funktionierenden Store für iPad Apps mit einer guten Übersicht, Suche und vielen Reviews. In Deutschland bekommt man da ja immer nur die Mitteilung "not yet available in your country" und selbst kostenlose Apps wie Newsy. Urbanspoon oder iBooks sind hier nicht oder nur mit viel, viel Sucherei erhältlich.

So geht's trotzdem … ich würd's am Mac machen, damit ich dort die Apps speichern und später auch auf einen anderen iPad übertragen kann, falls ich mal "upgrade" zu einem 3G-Gerät:

1) iTunes öffnen und oben rechts ausloggen
2) links auf "itunes Store" klicken, als Land "USA" auswählen.
3) in den App-Store gehen und eine kostenlose App "kaufen" (z.B. "Kindle", "Newsy" oder "iBooks")
4) einen neuen Account anlegen mit einer anderen (realen) E-Mail Adresse, die bei iTunes noch nicht hinterlegt ist.
5) Statt "Kreditkarte" als Bezahlung "None" auswählen.
6) eine beliebige US-Adresse ausdenken und eingeben. Die PLZ muss dabei stimmen, aber da muss man nur mal nach "McDonalds in New York" googeln und dann hat man eine gültige Adresse.
7) die Bestätigungsmail öffnen und den Link anklicken, um den Account zu aktivieren.
8) Voilá! Wir sind jetzt Kunde im US-iTunes Store



9) beim iPad in die Einstellungen gehen, auch dort ausloggen und mit der neuen Adresse einloggen. Ab sofort funktioniert der Button "App Store" so, wie er eigentlich sein soll.
10) Wie kommt man jetzt an Keynote, Pages und Numbers? Man darf dazu keine Kreditkarte eingeben und auch nicht paypal verwenden, denn dann wird man sofort als deutscher Benutzer ge-outet. Stattdessen besorgt man sich einen US-Geschenkgutschein
11) Den gibt's bei iTunes-Giftcards. Dort bezahlt man $64 für einen $50-Gutschein … dafür kostet dann z.B. aber später auch ein Musikvideo nur $1.99 statt € 2.49, da hat man die Mehrkosten schnell wieder drin.
12) Bei iTunes-Giftcards zahlt man dann ganz normal, z.B. per paypal.
13) Evt. fragen die nochmal per Mail zur Bestätigung nach der bei paypal hinterlegten Adresse und Telefonnummer, aber spätestens am nächsten Werktag bekommt man eine weitere Mail mit einem iTunes-Gutscheincode.
14) Wenn man jetzt bei iTunes etwas einkauft, klickt man "Giftcard einlösen", trägt den Code ein und bekommt den Wert gutgeschrieben.


US-Bücher mit Kindle kaufen

Amazon sieht die Sache ein bisschen lockerer als Apple - denen ist wahrscheinlich egal, woher ein Kunde kommt, solange sie nur gegenüber den US-Verlagen "das Gesicht wahren". Hat man erstmal "Kindle" runtergeladen, kann man mit dem regulären, deutschen Account alle Bücher sehen - über 500.000 und darunter auch viele kostenlose Klassiker, wie z.B. Alice Im Wunderland, die Schatzinsel oder Peter Pan. Ich persönlich lese aber auch Douglas Adams oder Steven King lieber auf Englisch. Geht man mit einem dieser Bücher zur Kasse, wird man freundlich darauf hingewiesen, dass man eine US-Lieferadresse benötigt.

Dazu gibt man einfach eine Adresse ein, die irgendwie nach USA aussieht ... die PLZ und sogar die Stadt kann dazu frei erfunden sein, solange nur der Bundesstaat stimmt, z.B. 12345 München, NY. Zur Bezahlung kann man weiterhin eine deutsche Kreditkarte verwenden, kein Problem ;)